Häufig wird der Wolf auf den ersten Blick mit einem Schäferhund verwechselt.
Der Wolf hat einen kräftigen Körperbau mit schmalem Brustkorb und eng gestellten Vorderläufen.
Der Schädel ist breiter mit aufrecht stehenden Ohren, der Hals ist dick.
Das Haarkleid variiert von grau bis graugelb oder sandfarben.
Gewicht: Rüde bis zu 50 kg, Wölfin bis zu 45 kg.
Lebensraum
Der Wolf lebt in großen zusammenhängenden Wald- und Steppengebieten.
Er ist anpassungsfähig und lebt in großen Rudeln auf bis zu 400 Quadratkilometern je nach Rudelgröße und Beutedichte.
Ursprünglich war er in ganz Europa, Asien und Nordamerika angesiedelt. Europäische Restvorkommen gibt es in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Skandinavien und in östlichen Ländern wie Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien.
Seit den 1990er Jahren sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert. Mittlerweile sind Wölfe in der Lausitz (Sachsen und Brandenburg) wieder heimisch geworden.
Bestand und Stellung im zoologischen System
In Deutschland weisen verschiedene Orts- und Straßennamen auf ein ehemals reichhaltiges Wolfsvorkommen hin.
Der Wolf ist der Stammvater aller Hunderassen.
Nahrung
Der Wolf benötigt etwa 5 kg Fleisch am Tag.
Als Beutehetzer legt er bis zu 150 km zurück, um an seine Beute zu gelangen.
Er bevorzugt Elch, Ren, Rot-, Reh- und Schwarzwild. Hinzukommen Füchse, Hasen, Kleinsäuger, aber auch Haustiere wie Rind, Schaf und Ziege. Nicht verschmäht werden Insekten, pflanzliche Kost und Aas.
Fortpflanzung und Lebensweise
Geschlechtsreife: im 2. Lebensjahr.
Die ranghöchste Wölfin paart sich nur mit dem ranghöchsten Rüden des Wolfsrudels.
Paarungszeit: Dezember bis März.
Nach etwa 62 bis 65 Tagen werden 5 bis 8 Junge in einem Bau oder einer flachen Mulde im Schilf oder Dickicht “gewölft”.
Die Jungen sind in den ersten 14 Tagen blind und werden 6 bis 8 Wochen von der Wölfin gesäugt.
Bereits im 3. Lebensmonat begleiten sie die Eltern bei den Beutezügen. Sie bleiben bis zum Sommer mit den Eltern zusammen, danach sind sie selbständig.
An der Aufzucht beteiligen sich neben dem Rüden auch andere Rudelmitglieder.
Im Winter vereinigen sich die Familienmitglieder wieder zu Rudeln, die von der ranghöchsten Wölfin geführt werden.
Wölfe leben monogam.
Sie haben ein hoch entwickeltes Sozialverhalten mit komplizierten Strukturen.
Gefahren
Der Tiger ist neben dem Menschen der einzige Feind.
Die Welpensterblichkeit beträgt allerdings 60 bis 80 Prozent.