1 x 1 der Wildtiere

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Nilgans (Alopochen aegyptiacus)

Erscheinungsbild

  • Die Oberseite des Gefieders ist dunkel grau- bis rotbraun.
  • Der Kopf ist hell.
  • Augenfleck, Halsring und Bauchfleck sind schokoladenbraun.
  • Die weißen Flügeldecken sind mitunter als Streifen über den Flanken sichtbar.
  • Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.
  • Junge Nilgänse sind dunkler und haben noch keinen Gesichts- und Bauchfleck, aber einen dunklen Nacken und Oberkopf.
  • Lange rosa/rötliche Beine.
  • Dunkel gerandeter rötlicher Schnabel
  • Gewicht 2 bis 2,5 kg

Lebensraum

  • Im tropischen Afrika kommen Nilgänse an den unterschiedlichsten Gewässern von Bächen bis zu sehr großen Seen vor.
  • Genauso anpassungsfähig zeigen sich Nilgänse jetzt auch in NRW, wo sie in Bergsenkungsgewässern und Feuchtwiesen, in Bach- und Flussauen, an Baggerseen und Kiesgruben, an Fisch- und Parkteichen, in Rieselfeldern und an Talsperren vorkommen.

Verbreitung und Stellung im zoologischen System

  • Nilgänse wurden bereits von den alten Ägyptern, den Griechen und den Römern als Ziergeflügel gehalten. In Westeuropa begann ihre Haltung als Ziergeflügel im 17. und 18. Jahrhundert.
  • Häufigster Wasservogel Afrikas.
  • In Europa beliebter Parkvogel.
  • Gesicherte Bestände in England, den Niederlanden und in Nordrhein-Westfalen. Schwerpunkt der Verbreitung ist der Niederrhein.
  • Die Gans gehört zur Familie der Entenvögel (Anatidae).
  • Die Nilgans ist ein so genannter Neubürger (Neozoe)

Nahrung

  • Überwiegend pflanzliche Triebe, Blätter, Stengel, Samen und Früchte von Wasserpflanzen.
  • Auf Feldern weiden sie den Aufwuchs ab.
  • Fressen auch wirbellose Wassertiere und Insekten
  • Parkvögel fressen wie Stockenten auch Brot

Sinnesleistung und Lautäußerung

  • Sie sind wenig ruffreudig, aber bei sozialen Kontakten oft recht laut.
  • Das heisere Zischen der Männchen hört man wie auch das schrille, fast schmetternde Schnattern der Weibchen recht weit.
  • Im Allgemeinen sind Nilgänse recht scheue und wachsame Vögel; ihr Flug ist mehr gänse- als entenartig.

Fortpflanzung

  • Brutzeit in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich.
  • Nestbau bevorzugt auf Bäumen in Ufernähe, im Notfall wird aber auch in Felsnischen oder auf dem Boden gebrütet.
  • Brutdauer: 27 bis 28 Tage
  • Gelegegröße: 4 bis 6 Eier
  • Nilgänse sind währen der Brutzeit streng territorial und dulden keine anderen Entenvögel in ihrem Revier.

Gefahren

  • Der Lebensraum der Gänse wird zumeist durch Trockenlegung von Feuchtgebieten zerstört. Als weiterer schädlicher Faktor kommt die zunehmende Freizeitnutzung der Gewässer hinzu.
  • Gänse sind wehrhafte Vögel, denen nur der Fuchs und Seeadler gefährlich werden können. Kleinere Räuber gefährden nur die Junggänse (Gössel genannt) und Gelege, die aber von den wachsamen Eltern verteidigt werden.