Kennst du Harry Potters Haustier?

Schneeeule, Foto: DJV
Es ist die Schneeeule Hedwig.
Schneeeulen gibt es in Deutschland nur in Tierparks und ganz selten einmal in den norddeutschen Küstengebieten.
Normalerweise leben sie in nordischen Ländern, wie zum Beispiel Finnland. Dort liegt sehr lange viel Schnee und durch ihre weißen Federn sind die Schneeeulen gut getarnt.
Schneeeulen fressen am liebsten Lemminge. Lemminge sind kleine Nagetiere mit einem gedrungenen Körper und ganz kurzen, kaum sichtbaren Ohren.

Schleiereule, Fotograf: Siegel
In Deutschland kommen andere Eulenarten vor.
Zum Beispiel die Schleiereule. Sie brütet gerne in Kirchen und alten Burgen.
Vielleicht habt ihr ja sogar schon mal eine gesehen.
Sie hat ein herzförmiges Gesicht und ist ungefähr 30 cm groß.
Die Schleiereule frisst am liebsten Mäuse.

Uhu, Fotograf: Siegel
Die größte Eule in Deutschland ist der Uhu.
Er wird ungefähr 70 cm groß.
Mit ausgesteckten Flügeln ist er sogar 1,70 m groß.
Das ist genauso groß wie unser Postbote.
Er besitzt lange Federohren, mit denen er aber nicht hören kann. Die echten Ohren sind in seinem Gefieder verborgen.
Auch Waldkauz und Waldohreule kommen recht häufig vor. Die Waldohreule hat große “Federohren” und orangegelbe Augen.
Wissenswertes über Eulen
- Eulen sind meist nachtaktiv.
- Trotz krummer Schnäbel und scharfen Krallen an den Füßen (Fängen) sind sie nicht mit den Taggreifvögeln, wie Turmfalke und Mäusebussard verwandt.
- Die Augen der Eulen sind sehr groß und stehen, wie bei uns Menschen, nach vorne gerich-tet im Gesicht.
- Eulen können den Kopf bis zu 270° drehen. Das heißt, eine sitzende Eule kann soweit den Kopf nach rechts drehen, bis sie über die linke Schulter schauen kann.
- Eulen können auch am Tag sehen.
- Wenn es richtig stockfinster ist, dann können Eulen auch nichts mehr sehen.
- Eulen haben ein ganz weiches Gefieder und können lautlos fliegen. Das ist wichtig, damit die Mäuse sie nicht hören und sich in ihren Mäuselöchern verstecken.
- Fast alle Eulen haben auch an den Beinen und Zehen Federn
- Die vierte Zehe ist eine Wendezehe. Wen Eulen auf einer Stange sitzen, dann zeigen 2 Zehen nach vorne und zwei Zehen nach hinten. Deshalb können sie auch aus dem Stand nach hinten abfliegen. Andere Vögel müssen sich vorher drehen oder eine Kurve fliegen.
- Wo Eulen gelagert haben, findet man unter dem Bäumen oft sogenannte Gewölle. Das sind braun-schwarze Knubbel. Eulen und Greifvögel fressen ihre Beute im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haar. Die unverdaulichen Teile wie Federn, Haare, Krallen, werden dann einfach ausgewürgt. Und das ergibt dann die braun-schwarze Knubbel.
- Am Gewölle kann man übrigens auch Eulen von Greifvögeln unterscheiden. Die ausgewürgten Bällchen enthalten bei Eulen noch viele Knochen. Bei Greifvögeln aber nicht, da sie kleinere Knochen verdauen können.